Die kurze Antwort
Der Koran zählt die Wunder Jesu an zwei Stellen auf (Koran 3:49; 5:110). Er sprach zu den Menschen, als er noch in der Wiege lag; er formte aus Lehm einen Vogel, hauchte ihm ein, und er wurde ein Vogel; er heilte Blindgeborene und Aussätzige; er machte Tote wieder lebendig; und er sagte den Menschen, was sie aßen und was sie in ihren Häusern aufbewahrten. In Sure 5 bitten seine Jünger außerdem um einen Tisch mit Speisen vom Himmel, und er wird herabgesandt (Koran 5:112–115).
Etwas mehr Hintergrund
Von jedem dieser Wunder heißt es, dass es „mit Gottes Erlaubnis“ geschieht. Diese Wendung ist der Schlüssel dazu, wie Muslime die Wunder lesen: Sie sind wirklich, sie sind Zeichen für das Prophetentum Jesu, und sie sind Gottes Werk durch ihn, so wie die Teilung des Meeres Gottes Werk durch Mose war. Der Koran erwähnt für Jesus mehr Wunder als für jeden anderen Propheten, und Muslime sehen keinen Widerspruch darin, dass er zugleich ein Diener Gottes ist.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 3:49 Die Wunder, aufgezählt in Sure 3.
- Qur’an 5:110 Die Wunder, an die Gott am Tag des Gerichts erinnert.
- Qur’an 5:112-115 Der Tisch vom Himmel.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.