Die kurze Antwort
Vor dem rituellen Gebet vollziehen Muslime die Wudu: Sie waschen Hände, Mund, Nase, Gesicht und Arme bis zu den Ellenbogen, streichen über den Kopf und waschen die Füße. Koran 5:6 schreibt sie vor. Die Wudu bleibt gültig, bis sie durch den Toilettengang, das Entweichen von Darmwinden, tiefen Schlaf und Ähnliches aufgehoben wird, sodass man sich nicht unbedingt vor jedem Gebet waschen muss.
Etwas mehr Hintergrund
Die Waschung markiert den Übergang von der gewöhnlichen Tätigkeit zum Gottesdienst und drückt den Gedanken aus, dass man sich Gott rein an Körper wie an Absicht nähert. Wo kein Wasser verfügbar ist oder seine Verwendung schaden würde, tritt eine symbolische Reinigung mit sauberer Erde an ihre Stelle, Tayammum genannt. Eine vollständigere Waschung, Ghusl, ist nach sexueller Aktivität und nach der Menstruation erforderlich und vor dem Freitagsgebet empfohlen.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 5:6 Die Vorschrift von Wudu und Tayammum.
- Sahih al-Bukhari 135 Ohne Reinigung wird das Gebet nicht angenommen.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.