Die kurze Antwort
Die islamische Tradition rät nachdrücklich davon ab, den Propheten Muhammad darzustellen, und die meisten Muslime halten Bilder von ihm für unangemessen. Der Hauptgrund ist der Schutz des Grundsatzes, dass Anbetung allein Gott gebührt; ein verehrtes Bild kann zum Gegenstand der Andacht werden. Hinzu kommt im islamischen Recht eine allgemeinere Zurückhaltung gegenüber Bildern von Lebewesen, besonders im religiösen Rahmen, weshalb Moscheen mit Kalligrafie und Geometrie statt mit Bildern geschmückt sind.
Etwas mehr Hintergrund
Historisch haben einige muslimische Künstler, besonders in Persien und im Osmanischen Reich, den Propheten durchaus gemalt, oft mit verschleiertem Gesicht, und schiitische Gemeinschaften waren gegenüber Bildern heiliger Gestalten offener. Heute betrachtet die große Mehrheit der Muslime Darstellungen als respektlos, und spöttische Bilder werden als Beleidigung des Menschen empfunden, den Muslime nach Gott am meisten lieben.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 42:11 Nichts ist Ihm gleich.
- Sahih al-Bukhari 5950 Ein Bericht über Bildermacher, Teil der Grundlage dieser Tradition.
- Qur’an 33:6 Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.