Die kurze Antwort
Der Islam ermutigt nachdrücklich zur Ehe und beschreibt sie als Quelle von Ruhe, Liebe und Barmherzigkeit. Eine Ehe erfordert die freie Einwilligung beider Seiten, Zeugen und eine Gabe des Bräutigams an die Braut, die ihr eigenes Eigentum bleibt. Eine Zwangsehe ist nach islamischem Recht ungültig. Sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe sind nicht erlaubt, weshalb Dating im Sinne unverbindlicher oder sexueller Beziehungen vor einer festen Bindung im Allgemeinen vermieden wird.
Etwas mehr Hintergrund
Wie Muslime einen Ehepartner finden, ist sehr unterschiedlich: über Vorstellung durch die Familie, Freunde, Gemeindeveranstaltungen und Vermittlungs-Apps. Viele Paare lernen sich kennen, sprechen miteinander und entscheiden selbst, wobei die Familie Bescheid weiß und eingebunden ist. Nach klassischem Recht dürfen Männer jüdische oder christliche Frauen heiraten; von muslimischen Frauen wird erwartet, dass sie Muslime heiraten – eine Regel, die einige zeitgenössische Gelehrte infrage gestellt haben. Die Praxis unterscheidet sich eher nach Familie und Kultur als nach der Lehre.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 30:21 Ruhe, Liebe und Barmherzigkeit zwischen Eheleuten.
- Qur’an 4:19 Lebt in Güte mit ihnen.
- Qur’an 24:32 Verheiratet die Ledigen unter euch.
- Sahih al-Bukhari 5138 Eine wegen fehlender Einwilligung aufgehobene Ehe.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.