Die kurze Antwort
Der Islam lehrt, dass Gott zu jedem Volk Propheten sandte, dass Juden und Christen echte Offenbarung empfingen und dass der Koran die letzte Botschaft ist, die das Vorangegangene bestätigt und berichtigt. Er sieht sich daher als wahr und andere bestenfalls als teilweise wahr. Zugleich sagt der Koran, dass es keinen Zwang in der Religion gibt, gebietet Gerechtigkeit und Güte gegenüber denen, die Muslime nicht wegen des Glaubens bekämpfen, und sagt, dass Gott am Tag der Auferstehung zwischen den Gemeinschaften richten wird.
Etwas mehr Hintergrund
Historisch gewährten muslimische Staaten Juden, Christen und anderen einen Schutzstatus mit eigenem Gottesdienst und eigenen Gerichten – eine Regelung, die toleranter war als die meisten ihrer Zeit und weniger gleichberechtigt als die moderne Staatsbürgerschaft. Heute beteiligen sich Muslime weltweit an interreligiöser Arbeit. Unser Leitfaden zum Islam und anderen Religionen stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausführlicher dar.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 2:256 Kein Zwang in der Religion.
- Qur’an 5:48 Hätte Gott gewollt, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht.
- Qur’an 60:8 Güte und Gerechtigkeit.
- Qur’an 2:62 Diejenigen unter früheren Gemeinschaften, die glauben und Gutes tun.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.