Die kurze Antwort
Der Koran beschreibt die Menschen als Chalifa, als Treuhänder oder Statthalter auf der Erde, und beschreibt die Natur – Regen, Wachstum, Tiere, das Meer – als Zeichen, die auf ihren Schöpfer verweisen. Er verurteilt Verschwendung und Maßlosigkeit, verbietet, Unheil auf der Erde zu stiften, und sagt, dass Unheil auf dem Land und im Meer erschienen ist wegen dessen, was die Hände der Menschen bewirkt haben.
Etwas mehr Hintergrund
Vom Propheten wird überliefert, er habe verboten, Wasser zu verschwenden, selbst bei der Waschung an einem Fluss, er habe ermutigt, Bäume zu pflanzen, selbst am Vorabend des Weltendes, und er habe Schutzzonen für Weideland und Wildtiere eingerichtet. Muslimische Organisationen stützen sich heute bei ihrer Arbeit zu Klima und Naturschutz auf diese Quellen. Wie bei jeder Tradition ist die Kluft zwischen Lehre und Praxis real.
Quellen & weiterführende Lektüre
- Qur’an 2:30 Einen Statthalter auf der Erde einsetzen.
- Qur’an 7:31 Esst und trinkt, aber seid nicht maßlos.
- Qur’an 30:41 Unheil auf dem Land und im Meer wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben.
- Qur’an 6:141 Er liebt die Verschwender nicht.
- Sunan Ibn Majah 425 Verschwendet kein Wasser, selbst an einem fließenden Fluss.
Eigenständige einführende Zusammenfassung, keine direkte Übersetzung heiliger Schriften. Erstellt am 21. Oktober 2026. Eine Prüfung durch qualifizierte religiöse Fachleute steht noch aus. Über unseren redaktionellen Ansatz.